Münster - Klar und deutlich ziehen sie ihre Linien von oben nach unten, die
einleitenden Tonketten in Johann Sebastian Bachs Orgelpräludium h-Moll.
Bis das mächtige Pedal kurz darauf markante Oktavsprünge von unten nach
oben dagegensetzt. Das verleiht dieser Musik einen herben Gestus, den
Ausdruck von Bitten und Flehen. Man kann dem Ganzen aber auch einen
behutsam tänzerischen Charakter verleihen. So wie Konrad Paul es am
Samstag beim Angelus-Konzert in St. Lamberti tat.
Von Chr. Schulte im Walde 7.4.2019