Konzert mit dem Westfälischen
Kammerchor und Orgel
Im Jubiläumsjahr „200 Jahre Protestanten
in Münster“ gelangten in
der Apostelkirche mit der Clavierübung
III und der h-Moll-Messe
zwei Werke der letzten und reifsten
Schaffensperiode Bachs zur
Aufführung, die von der tiefen Verbundenheit
Bachs mit der
lutherischen Theologie zeugen.
Die Veröffentlichung der Clavierübung
III im Jahre 1739 hatte
ihre besondere Bedeutung wegen drei mit
der Reformation zu-
sammenhängenden Festen: 25. Mai (200-Jahrfeier
der Predigt
Luthers in St. Thomae), 12. August (200-Jahrfeier
der Augsburger
Konfession) und 31. Oktober (Reformationsfest).
Sie war Bachs
erste Druckveröffentlichung eines
Orgelwerkes.
Die Bezeichnung „Übung“ ist nicht
im Sinne von „Übung macht
den Meister“, sondern es ist der Meister,
der die Übung macht:
Bach gibt Beispiele höchster Kunstfertigkeit
denen
Liebhabern
und besonders denen Kennern von dergleichen
Arbeit zur Ge-
müths Ergezung.
Dazu gehört auch die Symbolik, die
die musikalische Aussage
vertieft, besonders die der Trinität.
Alle von Bach verwendeten Melodien sind
bis heute im Evan-
gelischen Gesangbuch enthalten, allerdings
sind viele heute
ebenso wenig bekannt, wie die Kenntnis
der Symbole und ihre
Verbindung zur reformatorischen Theologie.
Daher wurden in
der Aufführung den Orgelbearbeitungen
die zugrunde liegenden
Choralmelodien sowohl einstimmig als auch
in Sätzen aus Bachs
Kantaten und Oratorien vorangestellt.
In einem Programmheft gab
Klaus Vetter ausführliche Erläuterungen.
DerWestfälische Kammerchor sang unter
Leitung von Markus
Föhrweißer, Kantor Klaus Vetter
spielte die Orgel.
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